Leitbild der AG Amphibien- und Reptilien-krankheiten der Deutschen Gesellschaft für Herpetologie und Terrarienkunde (DGHT)

Leitbild der AG Amphibien- und Reptilien-krankheiten der Deutschen Gesellschaft für Herpetologie und Terrarienkunde (DGHT)

(Stand:26.03.2011)

Präambel

Die AG Amphibien- und Reptilienkrankheiten (im Folgenden AG ARK) ist eine Arbeitsgemeinschaft der Deutschen Gesellschaft für Herpetologie und Terrarienkunde (im Folgenden DGHT), deren Mitgliedschaft auf Tierärztinnen und Tierärzte, sowie Studierende der Tiermedizin beschränkt ist. Sie wurde am 27.06.1993 gegründet und umfasst mittlerweile mehr als 450 Mitglieder aus mehreren deutschsprachigen Ländern und ist damit die größte Interessensvertretung ihrer Art in Europa.

Zielsetzung

Die AG ARK fördert den wissenschaftlichen Austausch unter Tiermedizinern, die sich mit den unterschiedlichen Themen der Reptilien- und Amphibienmedizin auseinandersetzen. Sie fördert den wissenschaftlichen Nachwuchs und unterstützt die Forschung. Auf diesem Weg sorgt sie für eine Verbesserung und flächendeckenden Ausbau der tiermedizinischen Versorgung von Amphibien und Reptilien. Darüber hinaus übernimmt sie Aufgaben der Standesvertretung gegenüber Politik, Gesellschaft und Medien.

Organisation

Der/die LeiterIn der AG ARK wird durch den Bundesvorstand der DGHT festgelegt. Zusätzlich werden durch die AG-Mitglieder 4 Personen für drei Jahre in den Fachbeirat gewählt. LeiterIn und Fachbeirat übernehmen die Organisation der Fortbildungsveranstaltungen, sowie die Interessenvertretung der AG ARK. Für aktuelle Fragestellungen besteht die Möglichkeit befristete Arbeitskreise einzurichten.

Tagungen

Die Tagungen finden zwei Mal jährlich statt (Frühjahr und Herbst). Sie sind jeweils mit einem Schwerpunktthema ausgeschrieben und freie Themen werden angenommen. Eine Vorauswahl der Vorträge findet in erster Linie auf ihre fachliche Richtigkeit hin statt. Es ist Charakter der Tagung, dass sowohl Fallbeispiele aus der Praxis als auch wissenschaftliche Studien vorgestellt werden. Die Mischung aus scheinbar banalen Themen und hoch spezifizierten Fragestellungen spiegelt die Mitglieder der AG ARK wieder und sorgt für den breiten Austausch auf allen Ebenen. Eine lebendige Diskussion der Beiträge ist Kultur der AG ARK und übernimmt die Funktion des „Peer-Reviewings“.

Auch wenn die Größenordnung der Tagungen zunehmend mehr Reglementierung einfordert, soll aus gewachsener Tradition heraus der familiäre Charakter der Tagungen beibehalten werden. Dieser wird sowohl von langjährigen Mitgliedern als auch von „Neulingen“ sehr geschätzt und trägt sicher auch zum Erfolg der Veranstaltung bei.

Trotz allem ist eine gewisse Professionalisierung unumgänglich, um die gewachsenen Strukturen zu halten und zu managen. Um alle angemeldeten und abgedruckten Vorträge im Programm unterzubringen ist eine gewisse Sitzungsdisziplin unabdingbar. Redezeiten müssen eingehalten werden und auch die fruchtbarste Diskussion braucht eine Moderation.

Tagungsbände

Die Tagungsbände liegen zur jeweiligen Tagung vor und werden mit ISBN-Nummer veröffentlicht. Ausführliche Zusammenfassungen der Beiträge, sowie Graphiken und Bildmaterial sind explizit erwünscht. Damit bilden sie auf dem deutschsprachigen Markt die wichtigste Publikation für Beiträge zur Reptilien- und Amphibienmedizin.

Um zu jeder Tagung bereits fertige Tagungsbände mit ISBN-Nummer vorlegen zu können, müssen Vorträge rechtzeitig angemeldet und eingereicht sein. Zudem muss eine fachliche Kontrolle erfolgen, um die Zitierfähigkeit der Tagungsbände zu erreichen.

Seminare

Neben den regelmäßig stattfindenden Tagungen besteht die Möglichkeit Praxisseminare für begrenzte Teilnehmerzahlen zu einzelnen Schwerpunktthemen abzuhalten. Sie sollen keine Konkurrenz zu bestehenden Modulveranstaltungen darstellen, sondern diese sinnvoll ergänzen. Erfahrene Mitglieder der AG ARK sollen hier bewusst in die Riege der Referenten einbezogen werden.

Waltraud-und-Ingo-Pauler-Fonds

Mit dem Waltraud-und-Ingo-Pauler-Fonds soll Forschung auf dem Feld der Reptilien- und Amphibienmedizin gezielt gefördert werden. Anträge können von jedem Mitglied der AG ARK gestellt werden. Über diese entscheidet ein unabhängiges Gutachtergremium. Eine Mittelvergabe ist an eine Vorstellung der Ergebnisse im Rahmen einer Tagung gebunden. Weitere Einzelheiten sind den Statuten zu entnehmen.